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Was kostet ein gutes Gravel-Bike

10. August 2026 | Fahrrad & E-Bike | 0 Kommentar/e
Was kostet ein Gravel Bike.png

Was kostet ein gutes Gravel Bike? Preise nach Einsatz und Ausstattung

Ein gutes Gravel Bike kostet ab etwa 1.500 bis 2.500 Euro. In diesem Bereich findest du vielseitige Aluminiumräder mit Carbongabel, hydraulischen Scheibenbremsen und häufig tubelessfähigen Laufrädern.

Worauf du bei der Auswahl achtest und welche Überschneidungen es zwischen Preisklassen und Einsatzgebieten gibt, zeigen wir dir hier.
 


Was kostet ein passendes Gravel Bike: Das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Gute Gravel Bikes gibt es ab etwa 1.500–2.500 Euro. 
  • Wichtig sind die passende Größe und Geometrie, gute Rahmen und Laufräder, genügend Reifenfreiheit sowie die passende Brems- und Schaltgruppe.
  • Carbon und elektronische Schaltung sind kein Muss: Aufpreise lohnen sich passend zum Einsatzzweck.
  • Wir geben dir eine Orientierung: Am Markt findest du Angebote, günstige oder teure Ausnahmen.

 


Inhalt:
1. Welcher Preis passt zu deinem Einsatzzweck?
2. Gravel Bike für Pendeln und Alltag: etwa 1.000 bis 2.500 Euro
3. Sport und Freizeit: etwa 1.500 bis 2.500 Euro
4. Bikepacking und Touren: etwa 1.500 bis 3.000 Euro
5. Rennen: etwa 2.500 bis 5.500 Euro
6. Grobes Gelände und Adventure: etwa 2.000 bis 4.500 Euro
7. Vielseitiger Allrounder: etwa 1.500 bis 3.000 Euro
8. Was bekommst du in den einzelnen Preisklassen?
9. Wo liegen die wichtigsten Preissprünge?
10. Wann lohnt sich der Aufpreis – und wann passt ein Upgrade nicht?
11. Welche Eigenschaften solltest du beim Kauf priorisieren?
12. Lohnt sich ein Vorjahresmodell?
13. Fazit: Das passende Gesamtpaket entscheidet
14. Häufige Fragen zu Gravel-Bike-Preisen


Welcher Preis passt zu deinem Einsatzzweck?

Haupteinsatz

Typischer Orientierungsbereich

Beispiel für Ausstattung in Einsatzgebiet / Preisklasse

Pendeln und Alltag

ca. 1.000–2.500 €

zuverlässige Bremsen, robuste Komponenten, Licht, Schutzbleche sowie Gepäckoptionen

--> Gravel Bikes bis 2.500 EUR im Shop

Sport und Freizeit

ca. 1.500–2.500 €

hydraulische Bremsen, passende Übersetzung, gute Reifen und tubelessfähige Laufräder

Bikepacking und Touren

ca. 1.500–3.000 €

Montagepunkte für Gepäck und Mounts, kleine Berggänge, ausreichende Zuladung, Komfort und reparierbare Komponenten

--> Gravel Bikes von 1.500 bis 3.000 EUR im Shop

Schnelles Gravel und Rennen

ca. 2.500–5.500 €

sportliche Geometrie, geringes Gewicht und bessere Laufräder; Elektronik und Aerodynamik sind optional

--> Gravel Bikes von 1.500 bis 5.500 EUR im Shop

--> Premium Gravel Bikes ab 5.000 EUR 

Grobes Gelände und Adventure

ca. 2.000–4.500 €

große Reifenfreiheit, robuste Laufräder, niedrige Übersetzung sowie je nach Strecke Dropper Post oder Federung

Ein Rad für fast alles

ca. 1.500–3.000 €

ausgewogene Geometrie, Reifenfreiheit, Montagepunkte und eine Ausstattung ohne deutliche Schwachstelle

Die Bereiche sind redaktionelle Orientierungswerte, keine Mindestpreise oder festen Qualitätsgrenzen. Einsatzzwecke überschneiden sich: Ein Allroundrad kann bei einem Gravelrennen starten, ein ausgestattetes Pendelrad auch mehrtägige Touren bewältigen.


Gravel Bike für Pendeln und Alltag: etwa 1.000 bis 2.500 Euro

Für den Arbeitsweg ist ein einsatzbereites Gesamtpaket wichtiger als ein möglichst leichter Rahmen. Gute Bremsen, robuste Laufräder, fest montierte Schutzbleche, Licht und eine sichere Gepäcklösung können einen höheren Preis rechtfertigen.

Für die alltägliche Nutzung werden oft Endurance-Modelle mit einer angenehmen Sitzposition bevorzugt.

Budgetpriorität: Ganzjahresausstattung und langlebige Komponenten vor Carbon, Elektronik und Leichtbau. Empfindliche Reifen oder ein stark integriertes Cockpit passen selten zu einem Rad, das häufig abgestellt, beladen und einfach gewartet wird.


Gravel Bike für Sport und Freizeit: etwa 1.500 bis 2.500 Euro

Für schnelle Feierabendrunden und längere Tagestouren bietet dieser Bereich oft ein gutes Verhältnis aus Funktion und Preis. Hydraulische Scheibenbremsen, eine passende Übersetzung und tubelessfähige Laufräder sind wichtiger als ein Carbonrahmen. Ein gutes Aluminiumrad kann deshalb das stimmigere Gesamtpaket sein.

Budgetpriorität: Bremsen, Übersetzung und Laufräder vor Elektronik, Aero-Cockpit und leichten Carbonteilen. Eine sehr tiefe Race-Sitzposition kann lange Touren unnötig einschränken.


Gravel Bike für Bikepacking und Touren: etwa 1.500 bis 3.000 Euro

Beim Bikepacking zählen Montagepunkte, Komfort und eine zur Zuladung passende Gewichtsfreigabe. Prüfe das zulässige Gesamtgewicht immer am konkreten Modell. Auch robuste Laufräder und gut erhältliche Verschleißteile sind auf Reisen oft wertvoller als wenige eingesparte Gramm.

Budgetpriorität: belastbare Laufräder, Gepäckoptionen und kleine Gänge vor Aero-Integration oder tiefen Carbonfelgen. Wenn Reparierbarkeit auf Reisen wichtig ist, kann auch eine mechanische Schaltung besser passen.


Gravel Bike für Rennen: etwa 2.500 bis 5.500 Euro

Race-Gravelbikes werden vor allem für Geschwindigkeit, eine sportliche Sitzposition und direktes Handling entwickelt. Der sinnvolle Aufpreis steckt eher in einem passenden Rahmen, guten Laufrädern und geringerem Gewicht als in der teuersten Schaltgruppe.

Budgetpriorität: Fahrverhalten, Bike-Fit, Reifen und Laufräder vor Top-Gruppe und Elektronik.


Gravel Bike für grobes Gelände und Adventure: etwa 2.000 bis 4.500 Euro

Für Fahrten auf Single Trails und im Gelände priorisierst du Kontrolle: große Reifenfreiheit, stabile Laufräder, passende Gänge und je nach Strecke eine Dropper Post oder Federung. Solche Räder können teurer und schwerer als starre Carbon-Allrounder sein und sind meist weniger auf hohe Asphaltgeschwindigkeiten optimiert. Ihr Mehrwert zeigt sich auf technischen Abfahrten und langen, ruppigen Etappen.

Budgetpriorität: Reifenfreiheit, robuste Laufräder und gezielt eingesetzte Fahrwerkstechnik vor Aerodynamik und Leichtbau. Ein steifes Race-Setup oder besonders leichte Reifen können hier die Kontrolle und Zuverlässigkeit verschlechtern.


Gravel Bike als vielseitiger Allrounder: etwa 1.500 bis 3.000 Euro

Ein Allrounder soll ohne großen Umbau für Asphalt, Schotter, Tagestouren und gelegentliches Bikepacking funktionieren. Gegenüber der Gruppe „Sport und Freizeit“ zählen eine ausgewogene, zu dir passende Sitzposition, Reifenfreiheit, Montagepunkte und Anpassbarkeit stärker als geringes Gewicht.

Budgetpriorität: vielseitige Rahmenplattform, gute Bremsen und solide Laufräder vor Race-Aerodynamik, Top-Gruppe oder Spezialfahrwerk.


Was bekommst du in den einzelnen Preisklassen?

Preisklassen sind nur eine Orientierung. Rahmen, Geometrie und Ausstattung müssen zu deinem Einsatz passen. Ein günstigeres Aluminiumrad kann sinnvoller sein als ein Carbonmodell, dessen Budget durch schwächere Laufräder oder unpassende Komponenten aufgezehrt wird.

Preisklasse

Typische Einordnung

Häufige Ausstattung

Darauf besonders achten

unter 1.000 €

einfacher Einstieg, in der ausgewerteten Auswahl selten

meist Aluminium; häufig einfache Schaltung und mechanische Scheibenbremsen

Passform, Bremsen, Übersetzung und Folgekosten für frühe Upgrades

1.000–1.500 €

solider Einstieg

Aluminiumrahmen, oft Carbongabel; mechanische oder bereits hydraulische Bremsen

keine Ausstattung anhand des Preises voraussetzen; Laufräder und Freigaben prüfen

1.500–2.500 €

stärkstes Preis-Leistungs-Feld für viele Einsätze

sehr häufig hydraulische Bremsen, graveltaugliche Übersetzung und tubelessfähige Laufräder; gutes Aluminium oder Carbon-Einstieg

lieber passende Gesamtfunktion als Rahmenmaterial priorisieren

2.500–4.000 €

gehobener Allround-, Touren- oder Sportbereich

Carbon wird häufiger; elektronische Schaltungen, bessere Laufräder und geringeres Gewicht kommen hinzu

prüfen, ob der Aufpreis beim eigenen Einsatz spürbar wird

ab 4.000 €

Premium- und Spezialklasse

hochwertiger Carbonrahmen, Elektronik, Carbonlaufräder, Integration oder Fahrwerkstechnik

Race-, Aero- und Adventure-Lösungen nicht mit allgemeiner Qualität verwechseln


Wo liegen die wichtigsten Preissprünge?

Unter 1.500 Euro lohnt der genaue Vergleich besonders: Aluminiumrahmen und Carbongabel sind möglich, Bremsen, Übersetzung und Laufräder unterscheiden sich aber deutlich. 

Unter 1.000 Euro werden die Kompromisse größer. Ein späterer Wechsel von mechanischen auf hydraulische Bremsen kann bei Rennlenkern auch neue Schalt-Bremshebel erfordern.

Zwischen 1.500 und 2.500 Euro findest du häufig hydraulische Scheibenbremsen, gravelspezifische Gruppen und tubelessfähige Laufräder – entweder an einem gut ausgestatteten Aluminiumrad oder bereits an einem Carbon-Einstiegsmodell. 

Oberhalb von 2.500 Euro steigen Gewichtsvorteil, Schaltkomfort oder Spezialisierung, aber nicht zwangsläufig die Vielseitigkeit. 

Ab 4.000 Euro sollte klar sein, ob du etwa Carbonlaufräder, Integration, Aerodynamik oder Fahrwerk tatsächlich nutzt.


Wann lohnt sich der Aufpreis – und wann passt ein Upgrade nicht?

Ein Upgrade lohnt sich, wenn es eine konkrete Grenze für deinen Einsatz beseitigt: zu wenig Bremskontrolle, eine zu schwere Übersetzung, unpassende Laufräder oder fehlende Kontrolle im Gelände. 

Ein höherwertiges Bauteil ist dagegen kein Fortschritt, wenn du seinen Vorteil kaum nutzt oder dafür Robustheit, Anpassbarkeit und Wartungsfreundlichkeit aufgibst.

Upgrade

Dafür lohnt sich der Aufpreis eher

Eher unnötig oder unpassend

hydraulische Scheibenbremsen

lange oder steile Abfahrten, wechselndes Wetter, viel Gepäck, hohe Anforderungen an Dosierung und Kontrolle

sehr einfache, flache Strecken bei knappem Budget; eine gute mechanische Bremse kann dafür genügen

größere Übersetzungsbandbreite

steile Anstiege, Bikepacking, hohe Zuladung oder stark wechselndes Terrain

flache, schnelle Strecken, wenn die zusätzlichen leichten Gänge nicht benötigt werden

leichtere oder aerodynamische Laufräder

sportliches Fahren, Rennen, häufiges Beschleunigen oder hohes Tempo

wenn günstige Ersatzteile und Reparierbarkeit wichtiger sind; bei grobem Gelände und hoher Zuladung zählt die konkrete Belastbarkeit mehr als das Material

Carbonrahmen

geringes Gewicht, sportliches Fahrverhalten oder gezielt abgestimmter Komfort sind wichtig

Pendeln, häufiges Anschließen oder ein begrenztes Budget, das bei Bremsen und Laufrädern mehr bewirkt

elektronische Schaltung

geringer Bedienaufwand, anpassbare Tasten und gleichbleibende Schaltvorgänge sind dir den Aufpreis wert

du willst ohne Akku auskommen oder legst auf langen Reisen Wert auf möglichst einfache Ersatzteil- und Reparaturlösungen

integriertes Carboncockpit

Sitzposition steht fest, geringes Gewicht und eine saubere oder aerodynamische Front sind wichtig

Vorbaulänge oder Lenkerform sind noch unklar; Umbauten, Transport und einfache Wartung haben Priorität

Federgabel oder Dropper Post

technische Abfahrten, Wurzeln, Steine und steile Passagen gehören regelmäßig zur Strecke

Asphalt, feste Waldwege und schnelles Gravel dominieren


Carbon lohnt sich nur an der richtigen Stelle

Leichte Laufräder können Beschleunigung und Fahrgefühl verbessern; aerodynamische Felgen helfen vor allem bei höherem Tempo. Für Touren und grobes Gelände zählen dagegen die Freigabe für das Systemgewicht, Felgenbreite, robuste Speichen und verfügbare Ersatzteile. Ein guter Aluminiumlaufradsatz kann dafür besser passen als ein leichter Carbonlaufradsatz.

Ähnlich ist es beim Rahmen: Carbon kann das Gewicht reduzieren und eine gezielte Abstimmung des Fahrverhaltens ermöglichen, während ein modernes Aluminiumrad dieselbe Reifenfreiheit und ähnliche Montageoptionen bieten kann. 

Wenn das Budget knapp ist, bringen passende Bremsen, Übersetzung und Laufräder oft mehr als der günstigste Carbonrahmen. Carbon lohnt sich, wenn die übrige Ausstattung stimmt und du geringes Gewicht oder eine bestimmte Fahrcharakteristik suchst.


Elektronik, Integration und Fahrwerk sind Spezialentscheidungen

Elektronische Schaltungen bieten anpassbare Bedienelemente. Dafür kommen Akku, elektronische Komponenten und eine stärkere Systembindung hinzu. Eine mechanische Gruppe bleibt daher eine passende Wahl, wenn einfache Wartung und Ersatzteilversorgung wichtiger sind.

Auch ein integriertes Cockpit sollte erst folgen, wenn Lenkerform und Vorbaulänge feststehen; getrennte Bauteile lassen sich leichter anpassen und warten. 

Federgabel und Dropper Post verfolgen ein anderes Ziel: mehr Kontrolle auf rauen oder steilen Passagen. Auf Asphalt und festen Schotterwegen erhöhen sie vor allem Preis, Gewicht und Wartungsaufwand.


Welche Eigenschaften solltest du beim Kauf priorisieren?

Prüfe zuerst, was sich später nicht oder nur teuer ändern lässt: Rahmengröße und Geometrie, Rahmen- und Gabeleigenschaften sowie teure Systemkomponenten. Reifen und Kontaktteile lassen sich leichter anpassen; zu wenig Reifenfreiheit oder eine zu geringe Belastungsfreigabe nicht.

Beim Kauf prüfen

Später änderbar?

Kaufpriorität

Rahmengröße und Geometrie

kaum

sehr hoch: Das Rad muss zu Körper, Sitzposition und Einsatz passen. Kleine Änderungen sind z. B. über das Cockpit umsetzbar.

Reifenfreiheit, Montagepunkte und zulässiges Gesamtgewicht

nicht sinnvoll nachrüstbar

sehr hoch: Diese Merkmale legen Vielseitigkeit und Beladbarkeit fest

Bremsanlage und Übersetzungsbereich

möglich, aber je nach System teuer

hoch: Schon beim Kauf passend wählen

Laufräder

austauschbar, aber kostenintensiv

hoch, wenn Gewicht, Zuladung oder Tubeless wichtig sind

Reifen, Sattel, Lenkerband und Pedale

vergleichsweise einfach

mittel bis niedrig: Passende Serienteile sind ein Plus, aber selten kaufentscheidend


Rahmenplattform vor einzelnen Anbauteilen

Reifenfreiheit, Befestigungspunkte und Belastungsgrenzen gehören zur Konstruktion des Bikes. Prüfe am konkreten Modell, ob Schutzbleche, Gepäckträger, Rahmentasche oder zusätzliche Flaschenhalter an den vorgesehenen Stellen montiert werden können. Mehr Ösen helfen nur, wenn sie zu deinem Gepäcksystem passen.

Auch beim Gewicht zählt die genaue Herstellerangabe. Das zulässige Gesamtgewicht kann Fahrrad, Fahrer und Beladung gemeinsam umfassen. Dann stehen beispielsweise 125 Kilogramm Gesamtfreigabe nicht vollständig für Fahrer und Gepäck zur Verfügung, weil das Eigengewicht des Bikes abgezogen werden muss. Vergleiche außerdem die Freigaben von Rahmen, Laufrädern, Reifen und Gepäckträger: Maßgeblich ist die niedrigste relevante Grenze.


Reifen lassen sich wechseln – Reifenfreiheit nicht

In manchen Tests wird die Serienbereifung überbewertet. Reifen müssen aufgrund der Abnutzung irgendwann ersetzt werden. Profil, Gummimischung, Karkasse und Breite lassen sich später auf Asphalt, losen Schotter, Winterbetrieb oder Bikepacking abstimmen. Wichtiger als die Serienbereifung ist daher, welche maximale Reifenbreite Rahmen und Gabel freigeben. 

Schutzbleche benötigen zusätzlichen Platz: Beim Orbea Terra H sinkt die Reifenfreiheit laut Hersteller beispielsweise von 50C ohne auf 45C mit Schutzblechen. Auf schlammigen Strecken sollte die maximale Freigabe nicht bis auf den letzten Millimeter ausgereizt werden. 

Verlasse dich außerdem nicht allein auf die Nennbreite an der Reifenflanke. Die reale Breite hängt unter anderem von der Felgenmaulweite und dem Luftdruck ab. Reifen- und Felgenhersteller veröffentlichen deshalb Kompatibilitätstabellen; bei Hookless-Felgen müssen zusätzlich die Freigaben und Druckgrenzen beider Komponenten zusammenpassen.


Lohnt sich ein Vorjahresmodell?

Ein Vorjahresmodell kann eine gute Wahl sein, wenn Rahmengröße, Geometrie und Ausstattung passen. Prüfe, ob die neue Generation Rahmenplattform und Funktion wirklich verändert oder nur Farben und einzelne Komponenten.

Vergleiche deshalb nicht nur die Modellnamen, sondern die exakten Spezifikationen:

  • Rahmenplattform: Sind Geometrie, Reifenfreiheit, Montagepunkte und Gewichtsfreigabe identisch oder wurde der Rahmen grundlegend überarbeitet?
  • Ausstattung: Welche Schaltgruppe, Übersetzung, Bremsen und Laufräder sind tatsächlich montiert? Innerhalb einer Modellfamilie können sich diese Details deutlich unterscheiden.
  • Standards und Ersatzteile: Sind Kassette, Kette, Bremsbeläge, Bremsscheiben und Freilauf gut erhältlich und zu vertretbaren Preisen ersetzbar?
  • Angebotsstatus: Handelt es sich um ein unbenutztes Neurad, ein Vorführbike oder ein gebrauchtes Rad? Davon können Zustand, Lieferumfang sowie Garantie- und Gewährleistungsfragen abhängen.
  • Gesamtkosten: Addiere notwendige Umbauten, erste Verschleißteile und Zubehör. Ein Vorjahresmodell passt nicht, wenn du unmittelbar Reifen, Kassette oder Laufräder tauschen musst.

Besonders attraktiv ist ein Vorjahresmodell, wenn die bewährte Rahmenplattform unverändert blieb und die Ausstattung zu deinem Einsatz passt. Weniger sinnvoll ist es, wenn nur eine falsche Rahmengröße verfügbar ist, wichtige Ersatzteile schwer zu beschaffen sind oder der aktuelle Nachfolger genau die Reifenfreiheit, Übersetzung oder Montageoptionen ergänzt, die du brauchst.


Fazit: Das passende Gesamtpaket entscheidet

Für die meisten Allround-, Freizeit- und Toureneinsätze liegt ein sinnvolles Budget ungefähr zwischen 1.500 und 2.500 Euro. Wichtiger als eine starre Preisgrenze sind jedoch eine passende Rahmengröße und Geometrie, Reifenfreiheit, Bremsen und eine zum Gelände passende Übersetzung. 

Erst wenn diese Grundlagen stimmen, lohnen sich Aufpreise für Carbon, elektronische Schaltung, leichtere Laufräder, Integration oder Fahrwerk.

Ein passendes Vorjahresmodell oder ein hochwertiges Aluminiumrad kann deshalb die bessere Wahl sein als das günstigste Carbonbike. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet das Rad, das deinen Haupteinsatz abdeckt.


Häufige Fragen zu Gravel-Bike-Preisen

Was kostet ein gutes Gravel Bike?

Für viele Fahrende liegt der sinnvolle Bereich ungefähr zwischen 1.500 und 2.500 Euro. Darunter gibt es funktionale Einstiegsräder; darüber bezahlst du zunehmend für geringeres Gewicht, Elektronik, bessere Laufräder oder eine stärkere Spezialisierung.

Reicht ein Gravel Bike für 1.000 bis 1.500 Euro?

Ja, wenn Passform, Bremsen und Übersetzung zu deinen Strecken passen. Vergleiche in dieser Klasse besonders genau, weil mechanische und hydraulische Bremsen, Laufradqualität und Nachrüstkosten deutlich variieren können. Besonders attraktiv zeigen sich in dieser Preisklasse Modelle, die aufgrund von Angebotspreisen günstig zu haben sind.

Ist ein Carbon-Gravelbike besser als ein Aluminiumrad?

Nicht automatisch. Carbon kann das Gewicht reduzieren und eine gezielte Abstimmung des Fahrverhaltens ermöglichen. Ein Aluminiumrad kann zum gleichen Preis jedoch bessere Bremsen, Laufräder oder eine passendere Ausstattung bieten. Reifenfreiheit, Geometrie und Freigaben hängen von der konkreten Rahmenkonstruktion ab, nicht nur vom Material.

Lohnt sich eine elektronische Schaltung?

Sie lohnt sich vor allem als Komfort- und Bedienungsupgrade. Für zuverlässiges Schalten ist sie nicht notwendig. Bei knappem Budget bringen passende Bremsen, Übersetzung, Reifen oder Laufräder häufig mehr praktischen Nutzen.

Sind Vorjahresmodelle empfehlenswert?

Ja, wenn Rahmengröße, Geometrie, Ausstattung und Zustand passen. Das Modelljahr allein sagt wenig darüber aus, wie gut das Rad zu deinem Einsatz passt. Prüfe die Ersatzteilversorgung und Kompatibilität bei Achsstandards, Schaltwerksaufnahmen und herstellereigenen Komponenten. 

Welche Folgekosten sollte ich vor dem Kauf prüfen?

Vergleiche mindestens die Preise für Kette, Kassette, Bremsbeläge, Bremsscheiben und Reifen. Je nach Bike kommen Tubeless-Material, Inspektionen und Zubehör hinzu. Wie häufig Teile ersetzt werden müssen, hängt stark von Nutzung, Wetter, Gelände und Pflege ab.


Quellen

https://www.giant-bicycles.com/de/bikes-revolt

https://www.liv-cycling.com/de/bikes-devote

https://www.ktm-bikes.at/bikes/list/bikes-gravel

https://www.scott-sports.com/de/de/products/bike-bikes-gravel

https://www.trekbikes.com/de/de_DE/bikes/rennr%C3%A4der/gravelbikes/c/B546/

https://www.orbea.com/en-int/m/terra

https://bike.shimano.com/de-DE/products/series/grx.html

https://bike.shimano.com/de-DE/stories/article/shimano-road-and-gravel-hydraulic-disc-brakes.html

https://bike.shimano.com/stories/article/gravel-upgrades.html

https://bike.shimano.com/de-DE/stories/article/tipps-fahrrad-service.html

https://www.dtswiss.com/en/wheels/wheels-road/gravel

https://www.sram.com/en/rockshox/models/fs-rudy-ult-a2

https://www.sram.com/en/rockshox/models/sp-rvb-xplr-a1

https://www.continental-tires.com/tire-knowledge/tire-rim-combinations-etrto-standards/

https://www.schwalbe.com/service/technik-faq/reifenmasse/

https://www.wtb.com/pages/tire-rim-fit-chart

https://www.continental-tires.com/us/en/tire-knowledge/hookless-vs-hooked-rims/

https://productinfo.shimano.com/pdfs/product/archive/2024-2025_Compatibility_v032_en.pdf

https://www.sram.com/en/service/manuals--documents/compatability-map

https://www.trekbikes.com/de/de_DE/warranty_policy/ 

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Wir sind das Bike House Plauen Blog Team und kommen aus dem Vogtland. Wir sind ein Team von Enthusiasten, die das Fahrrad leben. Wir sind auf dem Bike großgeworden, fahren und testen alle Bikes im perfekten Terrain vor unserer Haustür, überqueren Alpen, shredden im Bikepark und haben Europa auf dem Bike durchfahren.