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E-Bike-Apps im Vergleich

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E-Bike-Apps im Vergleich: Bosch, DJI Avinox, Specialized, Giant, Shimano, TQ und MAHLE

Moderne E-Bike-Apps können mehr als nur Akkustand und Geschwindigkeit anzeigen. Als Schnittstelle zwischen dir und dem E-Bike ermöglichen sie Funktionen von der Navigation mit Reichweitenplanung bis hin zum Motor-Tuning oder E-Bike-Sicherheit.

Die Systeme ähneln sich heute in den wichtigen Grundfunktionen, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte. Der verfügbare Funktionsumfang hängt häufig vom konkreten Motor, Display, Modelljahr und Fahrradhersteller ab.

Im Vergleich der E-Bike-Apps zeigen wir dir, was die Systeme leisten und welches digitale Ökosystem zu deinem Nutzungsprofil passt.

Inhalt
1. E-Bike-Apps im Vergleich: Das Wichtigste in Kürze
2. Die E-Bike-App-Funktionen im Vergleich
3. Digitale Sperre, Alarm und Ortung sind nicht dasselbe
4. Kartenanzeige ist nicht automatisch vollständige Navigation
5. Bosch eBike Flow: umfangreiches Ökosystem
6. Avinox Ride App: viele Funktionen direkt auf dem Control Display
7. Specialized App: stark bei Fahrgefühl und Reichweitensteuerung
8. Giant RideControl App: Navigation und viele Akkuinformationen
9. Shimano E-TUBE: Motor und Schaltung detailliert konfigurieren
10. TQ E-Bike App: bewusst auf die Kernfunktionen reduziert
11. MAHLE My SmartBike: Navigation, Fitness und Webauswertung
12. Welche E-Bike-App passt zu dir?
13. Navigation und Reichweitenplanung verbinden
14. Fazit: E-Bike-Apps werden zum digitalen Cockpit


E-Bike-Apps im Vergleich: Das Wichtigste in Kürze

Bosch eBike Flow: ganzheitliches System aus Motoranpassung, Navigation, Displaykonfiguration, Fahrtenaufzeichnung und Updates. Range Control kann bei kompatiblen E-Bikes mit dem smarten System einen gewünschten Mindestakkustand am Routenziel berücksichtigen – für integrierte Navigation, Reichweitenplanung und umfassende digitale Systemfunktionen.

Avinox Ride App: bietet detailliertes Motor-Tuning, umfangreiche Fahrdatenerfassung und Navigation über das integrierte Avinox Control Display – für eine displayzentrierte Bedienung und differenzierte Motoranpassung.

Specialized App: stark bei Tune, Smart Control und automatischer Fahrtaufzeichnung. Smart Control kann die Motorunterstützung anhand einer gewünschten Distanz, Fahrzeit und Restladung am Ende der Fahrt steuern – für Motorcharakter, Reichweitenmanagement und automatische Aufzeichnung.

Giant RideControl App: verbindet Motoranpassung mit Smartphone-Navigation und kann Abbiegehinweise auf kompatiblen RideControl EVO-Displays anzeigen. Hinzu kommen Informationen zu Akkustand, Restreichweite, Anzahl der Ladevorgänge und Batteriezustand – für Tuning, Navigation und ausführliche Akkuinformationen.

Shimano E-TUBE: verteilt sich für Endkunden im Wesentlichen auf zwei Smartphone-Apps. E-TUBE PROJECT Cyclist übernimmt Motor- und Schaltungseinstellungen sowie Firmware-Updates. E-TUBE RIDE zeigt Fahrdaten, Akkustand, Restreichweite und gesuchte Fahrradrouten auf einer Smartphone-Karte an – für ein detailliertes Motor- und Schaltungs-Setup sowie die Anzeige und Aufzeichnung von Fahrten.

TQ E-Bike App: konzentriert sich auf Motorabstimmung, Fahrerprofile, Live-Daten und Akkuinformationen. Navigation, Tourenbibliothek und Diebstahlschutz weist TQ in der allgemeinen App-Funktionsübersicht nicht als integrierte Kernfunktionen aus – für ein fokussiertes System, das sich bei Bedarf mit separaten Navigationslösungen kombinieren lässt.

MAHLE My SmartBike: kombiniert die individuelle Konfiguration der Unterstützungsmodi mit Navigation, Sprachhinweisen, Fahrtenaufzeichnung, Fitnessdaten und Webauswertung. Der Funktionsumfang kann je nach MAHLE-System und Integration durch den Fahrradhersteller variieren – für Navigation, Fitness und detaillierte Onlineanalysen.


Die wichtigsten E-Bike-App-Funktionen im Vergleich

Die Übersicht bewertet das jeweilige Ökosystem. Sie bedeutet nicht, dass jede Funktion an jedem damit ausgestatteten E-Bike verfügbar ist.

App-System Motor-Tuning Akku und Reichweite Navigation Sicherheit Updates Wichtigste Einschränkung
Bosch eBike Flow Unterstützung, Dynamik, maximales Drehmoment und bei kompatiblen Drive Units maximale Leistung Akkustand, Restreichweite und Range Control Routenplanung, GPX-Import und Hinweise auf kompatiblen Displays eBike Lock ohne Zusatzabonnement; eBike Alarm und Ortung mit kompatiblem ConnectModule und Flow+-Abonnement Zahlreiche Systemkomponenten lassen sich per App aktualisieren Die verfügbaren Funktionen hängen unter anderem von Drive Unit, E-Bike-Typ, Display und weiterer Hardware ab
Avinox Ride App Umfangreiche Einstellungen für Unterstützung, Leistung, Beschleunigung, Drehmoment und Motorreaktion Akkustatus und einstellbare Ladegrenzen; weitere Batteriedaten sind systemabhängig Navigation auf dem Avinox Control Display Systemblockierung per Kennwort, Bewegungsalarm sowie je nach Display 4G-Fernfunktionen oder Apple „Wo ist?“ Aktualisierungen per App 4G erfordert ein kompatibles DP100- beziehungsweise DP100-F-Display, eine lokale Nano-SIM und einen Mobilfunktarif. Apple „Wo ist?“ wird vom DPC100 unterstützt, das wiederum kein 4G bietet
Specialized App Tune sowie modellabhängig MicroTune und Smart Control Akkustand und automatische Reichweitensteuerung bei kompatiblen Turbo-Bikes Eine vollständige Karten- oder Turn-by-Turn-Navigation ist in der allgemeinen Funktionsübersicht nicht ausgewiesen Turbo System Lock; bei kompatiblen Modellen zusätzlich Bewegungsalarm und Apple „Wo ist?“ Over-the-Air-Updates bei kompatiblen Turbo-Bikes Der Funktionsumfang hängt deutlich von Turbo-Generation, Motor, Akku und Bedieneinheit ab
Giant RideControl App Unterstützungsverhältnis sowie bei kompatiblen Antrieben Drehmoment und Launch-Verhalten Akkustand, Restreichweite, Anzahl der Ladevorgänge und Batteriezustand Turn-by-Turn-Navigation auf dem Smartphone und teilweise auf kompatiblen Displays E-Lock, Bewegungsalarm und Apple „Wo ist?“ bei ausgewählten kompatiblen E+-Systemen Modellabhängig per App Sicherheitsfunktionen wie E-Lock, Bewegungsalarm und Apple „Wo ist?“ sind auf ausgewählte aktuelle E+-Systeme mit Aegis beschränkt. Tuning- und Anzeigefunktionen hängen zusätzlich von Motor, Gateway, Display und Bedieneinheit ab
Shimano E-TUBE Assistenzcharakter, maximales Drehmoment und Unterstützungsbeginn; im Fine-Tune-Modus teilweise bis zu 15 Unterstützungsmuster Akkustand und Restreichweite Routensuche und Kartenansicht; vorab heruntergeladene Kartendaten ermöglichen ohne Netzabdeckung die Anzeige der aktuellen GPS-Position In den allgemeinen Funktionsübersichten ist keine eigene Sicherheitsplattform ausgewiesen Zahlreiche Firmwareupdates sind per App möglich; bestimmte Service- und Problemfälle erfordern einen Händlerbesuch Die Funktionen sind für Endkunden hauptsächlich auf E-TUBE PROJECT Cyclist und E-TUBE RIDE verteilt
TQ E-Bike App Unterstützung, Motorleistung, Ansprechverhalten und individuelle Fahrerprofile Akkustatus sowie Status- und Lebenszyklusinformationen zur Batterie In der allgemeinen Funktionsübersicht nicht ausgewiesen In der allgemeinen Funktionsübersicht nicht ausgewiesen Firmwareversionen sind in der App einsehbar; Aktualisierungen erfolgen ausschließlich über autorisierte Händler In der allgemeinen App-Funktionsübersicht sind weder eine integrierte Navigation noch eine eigene Sicherheitsplattform ausgewiesen
MAHLE My SmartBike Individuelle Konfiguration der Motor- beziehungsweise Unterstützungsmodi und Smart Assist Akku- und E-Bike-Parameter sind system- und modellabhängig Routenplanung, Kartenansicht und Sprachhinweise Elektrischer Sperrmodus bei kompatiblen Systemen Drahtlose Systemaktualisierung bei kompatiblen Systemen Der Funktionsumfang hängt stark vom konkreten MAHLE-System und von der Integration durch den Fahrradhersteller ab

Eine Funktion kann innerhalb eines Ökosystems grundsätzlich vorgesehen sein, setzt am konkreten E-Bike aber kompatible Hard- und Software voraus. Die Verfügbarkeit kann unter anderem von Motor- und Systemgeneration, Display, Bedieneinheit, Gateway, Firmware, App-Version, Fahrradhersteller, Region, Smartphone, Benutzerkonto, Abonnement oder Mobilfunkverbindung abhängen.


Digitale Sperre, Alarm und Ortung sind nicht dasselbe

Sicherheitsfunktionen der E-Bike-Systeme sollten getrennt bewertet werden.

Sicherheitsfunktion Bedeutung
Digitale Motorsperre Die Motorunterstützung bleibt gesperrt, bis das System mit einem autorisierten Smartphone, einem kompatiblen Display, einem digitalen Schlüssel oder einem PIN-Code entsperrt wird.
Bewegungsalarm Das E-Bike reagiert bei erkannter Bewegung mit einem akustischen und je nach System zusätzlich mit einem optischen Signal.
Push-Warnung Die App sendet bei einem erkannten Ereignis eine Benachrichtigung an das Smartphone. Dafür können eine Datenverbindung und zusätzliche Kommunikationshardware erforderlich sein.
Apple „Wo ist?“ Kompatible Apple-Geräte erkennen das E-Bike beziehungsweise das verbaute Ortungsmodul über Bluetooth und übermitteln den ungefähren Standort anonym und verschlüsselt über das „Wo ist?“-Netzwerk. Das E-Bike benötigt dafür keine eigene LTE-Verbindung.
Herstellereigene Ortung Integrierte oder zusätzliche GNSS- und Mobilfunkhardware ermittelt die Position des E-Bikes und überträgt sie an die App oder Plattform des Herstellers.
Letzter bekannter Standort Die App zeigt die zuletzt vom E-Bike, Ortungsmodul oder Ortungsnetzwerk ermittelte und übermittelte Position. Diese kann älter sein und entspricht nicht zwangsläufig dem aktuellen Standort.
Direkte Bluetooth-Nahverbindung Eine direkte Verbindung zwischen Smartphone und E-Bike funktioniert nur innerhalb der begrenzten Bluetooth-Reichweite. Sie ist nicht mit einem Bluetooth-basierten Ortungsnetzwerk wie Apple „Wo ist?“ gleichzusetzen.
4G-Fernkommunikation Das System überträgt Daten über das Mobilfunknetz, auch wenn sich das Smartphone nicht in Bluetooth-Reichweite befindet. Die Position wird dabei in der Regel per GNSS ermittelt; 4G dient als Übertragungsweg.

Apple „Wo ist?“ ist keine herstellereigene LTE-Ortung. Ebenso ist ein gespeicherter letzter Standort kein Live-Tracking.

Bosch bietet mit dem ConnectModule eine eigene Ortungslösung aus GNSS beziehungsweise GPS und Mobilfunk. Das Modul überträgt die Position an die eBike Flow App. Für eBike Alarm, Push-Benachrichtigungen und die Trackingfunktion sind ein kompatibles E-Bike mit dem smarten System, das ConnectModule und ein aktives Flow+-Abonnement erforderlich.

Avinox kann mit den kompatiblen Control Displays DP100 und DP100-F über 4G kommunizieren. Das DPC100 unterstützt stattdessen Apple „Wo ist?“, jedoch kein 4G.

Specialized und Giant integrieren Apple „Wo ist?“ bei ausgewählten beziehungsweise kompatiblen E-Bike-Modellen. Digitale Motorsperren und Bewegungsalarme sind davon getrennte Funktionen.

Eine digitale Motorsperre, ein Bewegungsalarm oder eine Ortungsfunktion ergänzt den Diebstahlschutz, ersetzt aber kein hochwertiges physisches Fahrradschloss.


Kartenanzeige ist nicht automatisch vollständige Navigation

Auch der Begriff Navigation umfasst sehr unterschiedliche Funktionen.

Eine App kann beispielsweise:

  • die aktuelle Position auf einer Karte anzeigen.
  • eine gefundene Route darstellen.
  • eine aufgezeichnete Strecke zeigen.
  • Abbiegehinweise auf dem Smartphone ausgeben.
  • Hinweise auf ein E-Bike-Display übertragen.
  • eine Route bei Abweichungen automatisch neu berechnen.

Bosch, Giant, MAHLE und Avinox bieten bestätigte Routen- oder Navigationsfunktionen. Die technische Umsetzung unterscheidet sich jedoch deutlich. Für manche Funktionen wie Live-Navigation muss eine Verbindung mit dem Internet bestehen, während die Anzeigen von heruntergeladenen Karten auch ohne bestehende Verbindung funktioniert.

Bei Shimano sind Routensuche und Kartenanzeige bestätigt. Vorab heruntergeladene Kartendaten können ohne Mobilfunkempfang zur Positionsanzeige genutzt werden. Eine vollständige Offline-Routenberechnung und automatische Offline-Neuberechnung sind damit jedoch nicht bestätigt.

In der aktuellen allgemeinen Specialized-Funktionsübersicht ist keine vollständige Adress-, Routen- und Turn-by-Turn-Navigation als Kernfunktion ausgewiesen.

Auch die allgemeine Funktionsübersicht der TQ E-Bike App weist keine eigene Navigation aus. Für Navigation und gegebenenfalls auch für die Tourenaufzeichnung können daher eine separate App, eine herstellerspezifische Lösung oder ein geeigneter Radcomputer erforderlich sein.

Vor dem Kauf solltest du deshalb nicht nur fragen, ob eine App Navigation bietet:

  • Wo wird die Route geplant?
  • Erscheint sie auf dem Smartphone oder E-Bike-Display?
  • Muss das Smartphone verbunden bleiben?
  • Wird die Strecke bei Abweichungen neu berechnet?
  • Funktionieren Karte und Navigation ohne Internet?
  • Können GPX- oder komoot-Routen übernommen werden?
  • Lassen sich aufgezeichnete Aktivitäten mit Strava synchronisieren?

Diese Unterschiede tragen wesentlich dazu bei, ob die App für kurze Alltagsfahrten genügt oder auf längeren Touren auch einen separaten GPS-Radcomputer ersetzen kann.


Bosch eBike Flow: umfangreiches Ökosystem

Bosch verbindet im smarten System Motoranpassung, Navigation, Displayintegration, Fahrtenaufzeichnung und Updates besonders eng.

Je nach Drive Unit lassen sich Unterstützung, Dynamik, maximales Drehmoment und teilweise die maximale Leistung verändern. Für Tourenfahrer ist Range Control interessant: Bei kompatiblen E-Bikes kann die App eine gewünschte Akkureserve am Ende einer geplanten Route berücksichtigen und die Unterstützung entsprechend anpassen.
 

YouTube: Bosch eBike Systems | How-to | So nutzt du die eBike Flow App | Bosch eBike Systems


GPX-Dateien und komoot-Routen können in die eBike Flow App übernommen werden. Aufgezeichnete Aktivitäten lassen sich zusätzlich mit Strava synchronisieren. Navigationshinweise erscheinen auf dem Smartphone oder auf kompatiblen Displays wie Kiox 300 und Kiox 500.

Das eBike Lock sperrt die Motorunterstützung und lässt sich ohne zusätzliches Abonnement nutzen. Bewegungsalarm, Push-Warnungen und die Ortung über die eBike Flow App benötigen dagegen ein kompatibles ConnectModule und ein aktives Flow+-Abonnement. Nach einem möglichen kostenlosen Probezeitraum ist Flow+ kostenpflichtig. Damit der akustische Bewegungsalarm am E-Bike funktioniert, muss außerdem der Hauptakku eingesetzt sein.

Passt zu dir, wenn: Du Navigation, Reichweitenplanung, Updates und optionalen Diebstahlschutz in einem System möchtest.

Beachte: Die eBike Flow App funktioniert nur mit dem smarten System. Drive Unit, Display, Zusatzhardware, Firmware, E-Bike-Modell und Vorgaben des Fahrradherstellers bestimmen den tatsächlichen Funktionsumfang.

→ Ausführlicher Ratgeber: Bosch Flow App: Funktionen, Kosten, Updates


Avinox Ride App: viele Funktionen direkt auf dem Control Display

Die Avinox Ride App verbindet umfangreiches Motor-Tuning mit Navigation, Fahrdaten, Diagnose- und Sicherheitsfunktionen.
 

YouTube: Amflow Bikes | Amflow PL | Avinox App
 

Je nach Drive Unit, Firmware und Fahrmodus lassen sich unter anderem Unterstützungsstärke, maximales Drehmoment, maximale Leistung, Beschleunigungsverhalten, Anfahrunterstützung und Motornachlauf verändern. Wichtige Parameter wie Unterstützung, Drehmoment und Leistung können auch direkt auf dem Control Display angepasst werden. Bei Avinox-Akkus lässt sich die Ladegrenze auf 70, 80, 95 oder 100 Prozent einstellen.

Routen können in der App erstellt oder beispielsweise aus komoot importiert und anschließend auf das integrierte Control Display übertragen werden. Dort erscheinen der Streckenverlauf, Abbiegehinweise und Warnungen bei Routenabweichungen. Auch bereits gefahrene Routen können erneut genutzt werden.

Das System zeichnet umfangreiche Fahr- und Routendaten auf. Nach der Fahrt können die Daten vom Control Display auf das Smartphone übertragen und in der Avinox Ride App ausgewertet werden. Zusätzlich lassen sich Aktivitäten auf Drittanbieterplattformen wie Strava hochladen.

Bei kompatiblem Herzfrequenzmesser zeigt das System außerdem Herzfrequenzdaten an. Die 2026 vorgestellte intelligente Herzfrequenzsteuerung kann die Motorunterstützung automatisch an eine ausgewählte Herzfrequenzzone anpassen.

Zu den Sicherheitsfunktionen gehören die automatische Bluetooth-Entsperrung bei Annäherung des gekoppelten Smartphones, die Kennwortauthentifizierung über App oder Control Display, die Sperrung der Motorunterstützung und ein Bewegungsalarm. Je nach Displayvariante kommen entweder 4G-Fernfunktionen oder Apple „Wo ist?“ hinzu: DP100 und DP100-F unterstützen 4G, aber nicht Apple „Wo ist?“ Das DPC100 unterstützt Apple „Wo ist?“, jedoch kein 4G.

Passt zu dir, wenn: Du detailliertes Motor-Tuning, Navigation und umfangreiche Leistungsdaten über App und Control Display nutzen möchtest.

Beachte: Die 4G-Funktionen setzen ein kompatibles DP100- oder DP100-F-Display, eine lokale Nano-SIM, einen geeigneten Mobilfunktarif und Netzabdeckung voraus. Während des Datenroamings stehen sie nicht zur Verfügung. Apple „Wo ist?“ erfordert stattdessen ein DPC100-Display. Derzeit lässt sich außerdem nur ein Fahrrad gleichzeitig mit demselben Avinox-Konto koppeln.

→ Ausführlicher Ratgeber: [in Arbeit]


Specialized App: stark bei Fahrgefühl und Reichweitensteuerung

Die Specialized App konzentriert sich vor allem auf Motorabstimmung, Reichweitenmanagement und automatische Fahrtenaufzeichnung.

YouTube: Specialized University | Personalize Your Levo 4 | Tune Power, Control & Ride Feel
 

Mit Tune lassen sich die Unterstützungsmodi kompatibler Turbo-Bikes anpassen. Bei geeigneten Modellen ermöglicht MicroTune feinere Änderungen während der Fahrt.

Smart Control regelt die Unterstützung anhand einer gewünschten Distanz, Fahrzeit oder Restladung am Ende der Fahrt. Im Unterschied zu Bosch Range Control ist die Funktion in den offiziellen Beschreibungen nicht mit einer geplanten Zielroute verknüpft.

Auto Record kann die Fahrtaufzeichnung automatisch starten und beenden. Je nach Turbo-System kommen Displayanpassung, System Lock, Bewegungsalarm und Apple „Wo ist?“ hinzu.

In der aktuellen allgemeinen Specialized-Funktionsübersicht ist keine vollständige Adress-, Routen- und Turn-by-Turn-Navigation als Kernfunktion ausgewiesen.

Passt zu dir, wenn: Du das Fahrgefühl deines Turbo-Bikes individuell abstimmen und die Akkuladung über eine gewünschte Strecke oder Fahrzeit einteilen möchtest.

Beachte: Tune, MicroTune, Smart Control und Sicherheitsfunktionen sind nicht an jedem Turbo-Modell verfügbar.

→ Ausführlicher Ratgeber: [in Arbeit]


Giant RideControl App: Navigation und viele Akkuinformationen

Die Giant RideControl App verbindet Motoranpassung, Fahrdaten und Smartphone-Navigation.

Bei kompatiblen SyncDrive-Systemen lässt sich das Unterstützungsverhältnis verändern. Je nach Motor stehen zusätzlich Einstellungen für das maximale Drehmoment und die Anfahrbeschleunigung beziehungsweise Launch Control zur Verfügung.

Die App zeigt bei geeigneten E-Bikes nicht nur Akkustand und Restreichweite, sondern auch die Anzahl der Ladevorgänge und den Batteriezustand an. Gerade beim Gebrauchtkauf können diese Angaben hilfreich sein, ersetzen aber keinen professionellen Akkutest.

Die RideControl App bietet Turn-by-Turn-Navigation auf dem Smartphone. Auf kompatiblen Displays wie RideControl EVO, RideDash EVO oder RideDash EVO 2 können Abbiegehinweise zusätzlich am Lenker erscheinen. Andere RideDash-Modelle unterstützen diese Anzeige nicht zwangsläufig.

Ausgewählte aktuelle Giant-E+-Systeme mit Aegis können E-Lock mit Bewegungsalarm sowie Apple „Wo ist?“ unterstützen. E-Lock deaktiviert die Motorunterstützung und löst einen Alarm aus, wenn das gesperrte Fahrrad bewegt wird.

Passt zu dir, wenn: Du Motor-Tuning, Navigation und vergleichsweise umfangreiche Akkuinformationen in einer App möchtest.

Beachte: Die grundsätzliche App-Kompatibilität mit Giant- und Liv-E-Bikes ab Modelljahr 2019 bedeutet nicht, dass jedes Fahrrad alle Funktionen unterstützt. Der tatsächliche Funktionsumfang hängt unter anderem von Motor, Systemgeneration, Gateway, Display und Bedieneinheit ab.

→ Ausführlicher Ratgeber: [in Arbeit]


Shimano E-TUBE: Motor und Schaltung detailliert konfigurieren

Shimano verteilt die für E-Bike-Fahrer relevanten Funktionen im Wesentlichen auf zwei Smartphone-Apps.
 

YouTube: #RideShimano | Fine-tune your ride with the E-TUBE PROJECT Cyclist App | SHIMANO
 

E-TUBE PROJECT Cyclist dient zur Konfiguration der Motorunterstützung, der Assistenzprofile, der elektronischen Schaltung und der Tastenbelegung sowie zur Installation von Firmware-Updates. E-TUBE RIDE verwandelt das Smartphone in einen Fahrradcomputer und zeigt unter anderem Fahrdaten, Akkustand, Restreichweite, Gangposition, Karten und gefundene Routen an. Fahrten können außerdem aufgezeichnet und über Strava geteilt werden.

Bei kompatiblen Systemen lassen sich Assistenzcharakter, maximales Drehmoment und Unterstützungsbeginn anpassen. Der Fine-Tune-Modus bietet bis zu 15 individuell konfigurierbare Unterstützungsmuster. Abhängig von den Werkseinstellungen des Fahrradherstellers können ein oder zwei Assistenzprofile gespeichert und angepasst werden.

Bei kompatiblen Kombinationen aus Shimano-Antriebseinheit, Di2-Schaltung, Antriebsstrang und Firmware kommen AUTO SHIFT und FREE SHIFT hinzu. Die verfügbaren Funktionen und Einstellungen unterscheiden sich je nach Komponentenkonfiguration. Aktivierung und Anpassung erfolgen über E-TUBE PROJECT Cyclist.

In den geprüften allgemeinen Funktionsübersichten von E-TUBE PROJECT Cyclist und E-TUBE RIDE ist keine eigene digitale Shimano-Sicherheitsplattform mit Motorsperre, Alarm oder Ortung ausgewiesen.

Passt zu dir, wenn: Du Motorunterstützung und elektronische Schaltung besonders detailliert abstimmen und umfangreiche Fahr- und Gangdaten sehen möchtest.

Beachte: Der Funktionsumfang hängt stark von der Antriebseinheit, der elektronischen Schaltung, der konkreten Komponentenkombination, einer kompatiblen Bluetooth-LE-Verbindung, der Firmware und den Werkseinstellungen des Fahrradherstellers ab.

→ Ausführlicher Ratgeber: [in Arbeit]


TQ E-Bike App: bewusst auf die Kernfunktionen reduziert

Die TQ E-Bike App konzentriert sich auf Motorabstimmung, Fahrerprofile, Live-Daten, Batterieinformationen und Systemstatus.

Bei kompatiblen HPR-Systemen lassen sich Motorleistung, Unterstützung und Ansprechverhalten anpassen. Unterschiedliche Einstellungen können als Fahrerprofile beispielsweise für Touren, Anstiege oder wechselnde Untergründe vorbereitet werden.

Die App zeigt außerdem Akkustatus, Systeminformationen und die installierten Softwarestände. TQ nennt zudem Informationen zum Zustand und Lebenszyklus der Batterie, erläutert in der allgemeinen Funktionsübersicht jedoch nicht für jedes System, welche konkreten Batteriewerte damit gemeint sind.

Navigation, GPX-Import, Strava-Synchronisation und eine vollständige Tourenbibliothek werden in der allgemeinen TQ-Funktionsübersicht nicht als App-Funktionen ausgewiesen. Für Navigation und gegebenenfalls auch für die Tourenaufzeichnung können daher eine separate App, eine herstellerspezifische Anwendung oder ein geeigneter Radcomputer erforderlich sein.

Die installierten Softwareversionen lassen sich in der App einsehen. Aktualisierungen der E-Bike-Systemkomponenten werden von autorisierten Händlern mit dem TQ Dealer Service Tool durchgeführt.

Passt zu dir, wenn: Du eine übersichtliche App für Motorabstimmung, Akkuinformationen und Systemstatus suchst und die Navigation über eine separate Lösung abdecken möchtest.

Beachte: Einzelne Fahrradhersteller setzen eigene Apps für bestimmte Einstellungen ein. Auch die verfügbaren Motorparameter und App-Funktionen können je nach HPR-System, E-Bike-Modell, Komponenten und Softwarestand abweichen. Beim Orbea Rallon RS verweist TQ beispielsweise für Bike-Einstellungen und Motor-Tuning auf die Orbea RS Connect App.

→ Ausführlicher Ratgeber: [in Arbeit]


MAHLE My SmartBike: Navigation, Fitness und Webauswertung

MAHLE My SmartBike verbindet Motorkonfiguration, Navigation, Fahrtenaufzeichnung und Fitnessauswertung.
 

YouTube: MAHLE SmartBike Systems | My SmartBike App First Steps

Bei kompatiblen E-Bikes lassen sich die Unterstützungsstufen über Motor Maps anpassen. Smart Assist ist als Plattformfunktion dokumentiert. Arbeitsweise und Verfügbarkeit hängen jedoch vom konkreten MAHLE-System und Fahrradmodell ab.

Ein kompatibler Herzfrequenzgurt kann mit der App verbunden werden. In einem speziellen Unterstützungsmodus passt Smart Assist die Motorunterstützung automatisch an die gemessene Herzfrequenz an. Herzfrequenz-, Kalorien- und Trainingsdaten können je nach verbundener Sensorik ebenfalls erfasst und ausgewertet werden.

Routen werden über die Mapbox-Integration geplant und auf dem Smartphone dargestellt. Sprachhinweise unterstützen die Navigation, ohne dass der Bildschirm ständig im Blick bleiben muss.

Aufgezeichnete Aktivitäten lassen sich automatisch mit Strava synchronisieren und zusätzlich über die My-SmartBike-Webplattform detailliert auswerten.

Je nach Antriebssystem und Integration durch den Fahrradhersteller können eine elektrische Motorsperre, Fehlererkennung und drahtlose Systemupdates hinzukommen.

Passt zu dir, wenn: Du Navigation, Trainingsdaten und Webauswertung mit einem kompatiblen MAHLE-Bike verbinden möchtest – vom leichten E-Road- oder E-Gravelbike bis zum M40-E-Mountainbike.

Beachte: MAHLE bietet mehrere Systemgenerationen mit unterschiedlichem Funktionsumfang. Welche App-Funktionen verfügbar sind, muss deshalb am konkreten Fahrrad geprüft werden.


Welche E-Bike-App passt zu dir?

Die App mit dem größten Funktionsumfang ist nicht automatisch die beste Wahl. Entscheidend ist, welche Funktionen du im Alltag tatsächlich nutzt.

Die folgende Auswahlhilfe ist eine redaktionelle Einordnung auf Basis des dokumentierten Funktionsumfangs. Sie bewertet weder die Bedienqualität der Apps noch das Fahrgefühl eines konkreten E-Bikes.

Deine Priorität Besonders relevante Systeme Darauf solltest du achten
Detailliertes Motor-Tuning Avinox, Shimano, Bosch, Specialized, Giant und TQ Die verfügbaren Regler hängen unter anderem von der Drive Unit, dem Fahrmodus, der Firmware, dem Fahrradmodell und den Vorgaben des Fahrradherstellers ab. Die Systeme bieten unterschiedlich detaillierte Einstellungen für Unterstützung, Drehmoment, Leistung, Dynamik oder Ansprechverhalten.
Routenbezogene Reichweitensteuerung Bosch Bosch Range Control berücksichtigt die in der eBike Flow App geplante Route und einen gewünschten Akkustand am Ziel. Während der Fahrt kann die Funktion die Motorunterstützung entsprechend anpassen.
Navigation auf dem E-Bike-Display Bosch, Giant und Avinox Bei Bosch muss das Smartphone während der Displaynavigation mit dem E-Bike verbunden bleiben. Giant überträgt die Navigation aus der RideControl App auf kompatible Displays. Bei Avinox können vorbereitete Routen auf das Control Display übertragen und dort gespeichert werden.
Umfangreiche Akkuinformationen Giant und TQ; Bosch vor allem für Ladestand und Restreichweite Akkustand, Restreichweite, Batteriezustand, Lebenszyklusinformationen und Anzahl der Ladevorgänge sind unterschiedliche Werte. Giant weist unter anderem den Batteriezustand und die Anzahl der Ladevorgänge aus; TQ nennt Informationen zu Zustand und Lebenszyklus der Batterie.
Fitness- und Trainingsdaten Specialized, MAHLE, Avinox und Shimano Umfang und Auswertung hängen von den unterstützten Sensoren, den erfassten Leistungswerten und der Anbindung externer Plattformen ab. Je nach System können unter anderem Herzfrequenz, Trittfrequenz, Leistung, Kalorien und Trainingszonen erfasst werden.
Digitale Sperre und Bewegungsalarm Bosch, Specialized, Giant und Avinox Die Sicherheitsfunktionen setzen kompatible Systemhardware voraus. Teilweise sind zusätzliche Hardware, ein Abonnement, eine SIM-Karte oder eine bestimmte Displayvariante erforderlich.
Herstellereigene Fernortung Bosch und Avinox bei 4G-fähiger Ausstattung Bosch benötigt für Ortung und Alarm ein kompatibles ConnectModule sowie Flow+. Bei Avinox erfordern die Fernfunktionen ein 4G-fähiges Control Display, eine lokale Nano-SIM, einen Mobilfunktarif und Netzabdeckung. Apple „Wo ist?“ ist davon als eigenständiges Ortungsnetzwerk zu unterscheiden.
Fokussierter App-Funktionsumfang TQ Die TQ E-Bike App konzentriert sich auf Motorabstimmung, Fahrerprofile, Live-Daten sowie Akku- und Systeminformationen. Für Navigation und weiterführende Tourenauswertungen können eine separate App, eine herstellerspezifische Anwendung oder ein geeigneter Radcomputer erforderlich sein.
Leichte E-Road- und E-Gravelbikes TQ, MAHLE und Specialized Turbo SL Die verfügbaren App-Funktionen hängen stark vom konkreten Fahrradmodell und der verbauten Systemgeneration ab.
Alltags- und Trekking-E-Bikes Bosch, Giant, Shimano und MAHLE Navigation, Reichweitenfunktionen, Akkuinformationen und Diebstahlschutz sollten nach der persönlichen Nutzung gewichtet werden. Nicht jedes Modell innerhalb eines Ökosystems unterstützt sämtliche Funktionen.
Sportliche E-Mountainbikes Avinox, Bosch, Specialized, Shimano, Giant, TQ und MAHLE Fahrgefühl, Geometrie, Fahrwerk und Traktion bleiben wichtiger als die reine Anzahl der App-Regler. MAHLE ist mit dem M40-System inzwischen ebenfalls im Full-Power-E-Mountainbike-Segment vertreten.


Navigation und Reichweitenplanung verbinden

Bosch ist besonders interessant, wenn eine geplante Route, ihr Höhenprofil und eine gewünschte Akkureserve am Ziel gemeinsam berücksichtigt werden sollen. Range Control berechnet bei kompatiblen E-Bikes, mit welchem Akkustand du voraussichtlich am Ziel ankommst. Dabei berücksichtigt das System unter anderem das Höhenprofil, das Systemgewicht und das bisherige Fahrverhalten. Du kannst außerdem einen gewünschten Mindestakkustand am Ziel festlegen; falls erforderlich, passt Range Control die Motorunterstützung während der Fahrt entsprechend an.

Specialized Smart Control verfolgt einen anderen Ansatz. Die Funktion orientiert sich an einer gewünschten Distanz, Fahrzeit und Restladung am Ende der Fahrt. In den offiziellen Beschreibungen ist sie jedoch nicht mit einer in der App geplanten Zielroute verknüpft.

Giant, Shimano, MAHLE und Avinox verbinden Navigations- beziehungsweise Kartenfunktionen mit Akku- oder E-Bike-Daten. Eine mit Bosch Range Control vergleichbare automatische Steuerung der Unterstützung anhand einer geplanten Route und einer gewünschten Restladung am Ziel wird in den allgemeinen Funktionsübersichten dieser Systeme nicht ausgewiesen.


Navigation auf dem E-Bike-Display

Besonders interessant sind Systeme, die Navigations- und Fahrdaten direkt auf einem E-Bike-Display anzeigen.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Bosch mit kompatiblen Displays wie Kiox 300 oder Kiox 500.
  • Giant mit kompatiblen Displays wie RideDash EVO, RideDash EVO 2, RideControl EVO oder RideControl Dash 2.
  • Avinox mit einem integrierten Control Display.

Bei Bosch muss das Smartphone sowohl für die Übertragung der Route als auch während der Displaynavigation per Bluetooth mit dem E-Bike verbunden bleiben. Das GPS-Signal stammt ebenfalls vom Smartphone, das jedoch in der Tasche bleiben kann.

Bei Giant beziehen RideDash EVO und RideControl EVO ihre Navigationshinweise aus der verbundenen RideControl App. Bei neueren Display- und Systemgenerationen können sich die technischen Voraussetzungen unterscheiden; sie sollten deshalb für das konkrete Fahrrad geprüft werden.

Avinox stellt Navigation und zahlreiche Fahrdaten direkt auf dem Control Display dar. Routen werden zuvor über die Avinox Ride App vorbereitet oder übertragen.

TQ kann ebenfalls interessant sein, wenn du Navigation und Tourenaufzeichnung über einen separaten GPS-Radcomputer oder eine Sportuhr abdecken möchtest. Kompatible Geräte lassen sich über ANT+ mit dem TQ-System verbinden.


Möglichst viele Akkuinformationen

Giant nennt neben Akkustand und Restreichweite auch die Anzahl der Ladevorgänge und den Batteriezustand. Diese App-Werte können bei der Einschätzung eines gebrauchten E-Bikes helfen, ersetzen aber keine professionelle Kapazitätsprüfung.

Bosch bietet eine umfangreiche Reichweitenprognose und Range Control. Eine Anzeige von Ladezyklen oder des Batteriezustands (State of Health) wird in der allgemeinen Funktionsübersicht der eBike Flow App jedoch nicht als reguläre Funktion ausgewiesen.

TQ stellt Informationen zum Status und Lebenszyklus der Batterie bereit. In der allgemeinen öffentlichen Funktionsübersicht wird jedoch nicht für jedes HPR-System erläutert, welche konkreten Batteriewerte angezeigt werden.

Bei MAHLE und Specialized können die verfügbaren Informationen zum Hauptakku und zu einem optionalen Range Extender je nach Systemgeneration und Fahrradmodell variieren.

Bei Avinox hängen die angezeigten Batteriedaten und verfügbaren Ladeeinstellungen von der verbauten Batterie, dem Display und dem Softwarestand ab.


Diebstahlschutz wichtig für City

Bosch bietet mit dem ConnectModule und einem aktiven Flow+-Abonnement ein dokumentiertes Zusammenspiel aus lokalem Bewegungsalarm, Push-Warnung und herstellereigener Ortung. Das akustische Alarmsignal setzt einen eingesetzten Hauptakku voraus.

Avinox kann mit einem 4G-fähigen Control Display den Standort und Akkustand aus der Ferne an die Avinox Ride App übertragen. Dafür werden ein kompatibles Display, eine lokale Nano-SIM, ein geeigneter Datentarif und Mobilfunkempfang benötigt. Die 4G-Funktionen stehen beim Datenroaming nicht zur Verfügung.

Specialized und Giant integrieren bei ausgewählten E-Bikes Apple „Wo ist?“ Dabei handelt es sich nicht um eine eigene LTE-Ortung des Fahrradherstellers, sondern um die Einbindung in Apples Ortungsnetzwerk.

Digitale Sperren deaktivieren in erster Linie die Motorunterstützung. Sie verhindern nicht, dass ein E-Bike getragen oder in ein Fahrzeug geladen wird.

Motorsperre, Alarm und Ortung ergänzen ein hochwertiges physisches Fahrradschloss. Sie ersetzen es nicht.


Fazit: E-Bike-Apps werden zum digitalen Cockpit

Moderne E-Bike-Apps entwickeln sich zunehmend zur zentralen Schnittstelle zwischen Motor, Akku, Display und Smartphone. Zu den wichtigsten Fortschritten gehören individuell anpassbare Fahrmodi, automatische Reichweitensteuerung, Navigation auf dem E-Bike-Display, drahtlose Updates und digitale Sicherheitsfunktionen.

Wie umfangreich diese Möglichkeiten ausfallen, hängt jedoch stark vom konkreten E-Bike ab. Motor, Systemgeneration, Display, Zusatzhardware und Vorgaben des Fahrradherstellers bestimmen den tatsächlichen Funktionsumfang maßgeblich. Zusätzlich können Firmware- und App-Version, Region, Smartphone, Benutzerkonto, Abonnement oder Mobilfunkverbindung eine Rolle spielen.

Die App kann ein wichtiges Auswahlkriterium sein, sollte aber nicht überbewertet werden. Entscheidend bleibt das Zusammenspiel aus Fahrrad, Antrieb, Bedienung und digitalem Ökosystem – und was du brauchst, um auf zwei Rädern Spaß zu haben.


Quellen

https://www.bosch-ebike.com/de/produkte/ebike-flow-apphttps://help.bosch-ebike.com/de/help-center/ebw-flowapp

https://help.bosch-ebike.com/de/help-center/ebw-kiox300-navigation/asset-ast-00077

https://help.bosch-ebike.com/de/help-center/asset-ast-00019

https://help.bosch-ebike.com/de/help-center/ebw-flowplus-services/asset-ast-00088

https://help.bosch-ebike.com/de/help-center/ebw-theft/asset-ast-00244

https://www.avinox-ebike.com/app

https://www.avinox-ebike.com/avinox-system/faq

https://www.avinox-ebike.com/news/avinox-intelligent-heart-rate-control-system-2026-eurobike-award

https://www.avinox-ebike.com/display

https://www.avinox-ebike.com/avinox-system/downloads

https://www.specialized.com/de/de/app

https://www.specialized.com/ch/de/turbo-levo-sl-faq

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Wir sind das Bike House Plauen Blog Team und kommen aus dem Vogtland. Wir sind ein Team von Enthusiasten, die das Fahrrad leben. Wir sind auf dem Bike großgeworden, fahren und testen alle Bikes im perfekten Terrain vor unserer Haustür, überqueren Alpen, shredden im Bikepark und haben Europa auf dem Bike durchfahren.