Über mich...
Meine Name ist Mike Hartenstein. Im Rahmen meiner Ausbildung im Bike-House Plauen, habe ich diese Ausarbeitung zum Thema Fahrrad-Technik geschrieben.

Ich wünsche Ihnen viel Spass beim Lesen der Seiten. Das Copyright liegt bei der Firma Bike-House in Plauen!

Kooperationspartner
www.holz-im-garten.de

3. Federung

3.1 Die Federgabel

Kaum ein Bauteil verändert das Fahrverhalten des Bikes so sehr wie die Federgabel. Deswegen möchten wir hier den Aufbau und die Funktion der einzelnen Teile Vorstellen.

So sind heute die meisten Federgabeln aufgebaut, sie funktionieren zum größten Teil mit dem gleichen Prinzip. Der federnde Teil, hier sind es die Luftkammer und Stahlfeder, haben beide die gleiche Funktion, sie sind nämlich bei Druckerhöhung die nachgebenden Teile. Zudem besteht sie noch aus einem dämpfenden Teil, den hier das Öl im zusammen spiel mit dem Ventil bildet. Das hat die Funktion, dass die Federgabel nach der Entlastung nicht gleich wieder hoch schnappt und bei Belastung nicht zu schnell untertaucht, sondern gleichmäßig arbeitet. Das Ventil muss hierbei nicht aufwendig gebaut sein, es reicht ein Stahlring mit einer Bohrung in der Mitte, durch diesen Stahlring fließt das zähflüssige Öl. Wenn man also die Härte einer Federgabel ändern möchte, dann muss man nur das Öl wechseln. Wenn sie leichter und schneller ansprechen soll, dann gibt man dünneres bzw. flüssigeres Öl hinzu und wenn man möchte, dass sie erst bei schweren Belastungen anspricht, gibt man sehr zähflüssiges Öl in die Gabel.

3.2 Vergleich mit oder ohne Federgabel

Die rote Linie zeigt die Veränderung des Schwerpunktes mit einer steifen Vordergabel. Hier ist deutlich zu erkennen, dass der Schwerpunkt bei Hindernissen sich sofort und ruckartig ändert, so dass er fast eine Parallele Linie zum Boden ergibt. Dies ist natürlich bei Geländefahrten mit vielen Unebenheiten wie Steinen oder Wurzeln sehr Unangenehm für den Fahrer.

Die grüne Linie zeigt eine Gabel wie man sie heute auf dem Markt bekommt. Hier sieht man sehr schön, dass die Gabel bei einem Hindernis nachgibt und auch durch die Dämpfung eine gute Linie schafft.

Die blaue Linie zeigt den Schwerpunkt mit einer Federgabel die keinen Dämpfer besitzt. Durch das Fehlen des Dämpfers federt bzw. schwingt die Federgabel sehr lange nach, was natürlich auch ein Nachteil ist, weil man so schnell mit dem Vorderrad den Bodenkontakt verliert und somit wird man zum Bremsen gezwungen. Rock Shox „Reba Team Dual Air U-Turn Poplock” (Modell 2007)

Bild 2.1

3.3 Wissenswertes über Federgabeln

Heute setzt man sich bei der Herstellung von Fahrrädern das Ziel immer leichtere und trotzdem haltbare Bikes auf den Markt zu bringen. Davon bleibt die Federgabel natürlich nicht verschont, denn sie macht bis zu einem fünftel des Gewichtes eines Mountenbikes aus. Deswegen sind die Stahlrohre heute aus festem aber dünnem Stahl, der gelingt durch richtigen Einsatz eine sehr gute Haltbarkeit. Die Brücke oder das Schaftrohr ist heute aus leichten Carbon was für extreme Steifigkeit sorgt. Da der Konkurrenzkampf groß ist, müssen die Hersteller immer wieder mit Neuheiten glänzen damit sie auf dem Markt mithalten können. Eine sehr praktische Erfindung ist der sogenannte „lock out“, er blockiert sämtliche Federbewegungen der Gabel, damit man bei schweren Antritten nicht durch das Wippen der Gabel den Bodenkontakt verliert. Ein eher neues aber auch schon viel genutztes Element ist der Lenkerschalter. Durch diesen kann man beim Mountenbike look out oder verschiedene Stufen der Gabelfestigkeit während dem Fahren bequem vom Lenker aus je nach Gebrauch einstellen.

Bild 2.2 handelsübliche Federgabel

3.4 Federungssysteme bei Vollgefederten Mountenbikes

Sowohl für Federgabeln als auch für Hinterbaudämpfer existieren unterschiedliche Arten der Federung. Man kann grob unterscheiden zwischen Elastomer-, Stahl- und Luftfederung, wobei auch Mischsysteme mit unterschiedlicher Federung und Dämpfung eingesetzt werden. Während auf Elastomeren basierende Federungen anfangs noch große Verbreitung fanden, wurden sie später durch die Stahlfederung (teilweise mit Öl- oder Luftdämpfung) und durch Luftfederung verdrängt. Luftfederungen werden vorwiegend in den Bereichen eingesetzt, in denen das Gewicht des Fahrrades von hoher Bedeutung ist (z. B. Cross-Country-Race, Marathon). Stahlfederungen werden in der Regel dann bevorzugt, wenn das Material - wie beim Downhill - sehr hohen Belastungen ausgesetzt wird, oder eine hohe Zuverlässigkeit erwünscht ist (z. B. Tour). Die Federung des Hinterbaus bringt neben dem Zugewinn an Komfort auch zahlreiche Probleme. Durch die Trennung des Hinterbaus vom Rahmen verliert das gesamte Fahrrad grundsätzlich an Steifigkeit. Hinzu kommt, dass vollgefederte Rahmen im Vergleich zu ungefederten schwerer sind und einen höheren Wartungsaufwand benötigen. Zudem hat die Bewegung des Hinterbaus beim Ein- und Ausfedern Einflüsse auf den Antrieb. Die Hersteller von Federungselementen versuchen diesen Problemen durch eine Reihe von Maßnahmen zu begegnen.

Hier ist eine Liste aller Hinterbau Konstruktionen, die es zurzeit auf dem Markt gibt:



- Antriebsschwinge - Eingelenker - Viergelenker - Mehrgelenker - No-Sag-Viergelenker - Float-Link - VPP-System - LRS (Low-Ratio-Suspension) - Mono-Link

Auf diese möchten wir jetzt noch etwas genauer eingehen.

Achten Sie auch auf die richtige Sportbekleidung!